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Club Baby O – Fürstenfeld

2014

Die Neugestaltung der Beschallungsanlage im Club Baby O war insofern eine neue Herausforderung, als sich nach eingehender Analyse der raumakustischen Situation herausstellte, dass jede konventionelle Form einer Basslösung (wobei: wo denken wir schon konventionell?) aufgrund von Raummoden und Reflexionen nicht zum gewünschten Ergebnis geführt hätte.

 

Das deshalb, weil der Club in eine Industriehalle gebaut wurde, die zwar durch eine abgehängte Decke akustisch ausreichend gedämmt ist, jedoch nicht im Bereich der Bassfrequenzen. Um nun einen im gesamten Raum gleichmäßigen Bassimpuls und eine entsprechend homogene Energieverteilung zu bekommen, war es wieder einmal nötig, Bass etwas anders zu denken.

Die Lösung

Das Ergebnis ist ein horizontal geflogenes Bass-Array, bestehend aus 4 Stück Lambda Labs DH-18 Hornsystemen – mit einer verfügbaren Gesamtsystemleistung von 18 kW. Im Directivity-Modus zu einer 4er-Einheit geclustert, haben wir das System mittig über dem Dancefloor in einer speziellen Rahmenkonstruktion geflogen. Die Energie der Bässe konzentriert sich somit auf den Dancefloor und nimmt nach außen zu allen Seiten hin gleichmäßig ab. Aufgrund der Mono-Bassquelle gibt es im gesamten Raum einen definierten Bassimpuls.

Um darüber hinaus ein möglichst homogenes Klangbild mit extrem gleichmäßiger Ausleuchtung im gesamten Clubbereich zu bekommen, entschieden wir uns für ein horizontales Line-Array von Alcons Audio. Die eingesetzten Alcons Audio RR12 sind pro System mit einem hochleistungs-12 Zoll-Chassis und der neuesten Generation des Pro-Ribbon 6-Zoll-Bändchen-Hochtöners. Besondere Eigenschaften dieses Systems sind neben seiner Maßstäbe setzenden Klangqualität vor allem auch das extrem definierte und kontrollierte asymmetrische Abstrahlverhalten von 30×60 Grad H/V. Bis zu 4 Stück dieses Systems lassen sich zu entsprechend leistungsfähigen horizontalen Einheiten zwischen 30 – 120 Grad verbinden.

Aufgrund der asymmetrischen vertikalen Abstrahlung von + 20 Grad/- 40 Grad, liefert das System auch eine extrem gleichmäßige Energieverteilung über die vertikale Achse – ähnlich der Performance eines konventionellen Line-Arrays. Der Trick dabei ist das horizontal in den Lautsprecher eingebaute Bändchen, welches die überaus innovative Schallführung des Systems zu je 50% „lädt“. Durch solcherart smartes Engineering gelingt es Alcons diesem System auch in der vertikalen Ebene die Eigenschaften eines perfekten Line-Arrays zu geben, nämlich die ausgesprochen homogene Energieverteilung über die Entfernung zum System.

Abseits aller technischen Details heißt das in der Praxis, dass wir mit insgesamt vier, an den Eckpunkten des Dancefloors geflogenen 3er-Clustern, nicht nur eine herausragend gute Gesamtausleuchtung im Club erzielen, sondern auch eine Maßstäbe setzende Gleichmäßigkeit im Bereich des Dancefloors, der mit immerhin 8×12 Metern Größe doch recht großzügig bemessen ist.

Dass wir mit diesem System darüber hinaus auch eine Maßstäbe setzende Dynamik erzielen und sich die Klangqualität in jeder Hinsicht vom Durchschnitt abhebt, versteht sich für uns natürlich von selbst, entspricht aber auch unserem Anspruch, im Bereich Clubbeschallung immer wieder unsere selbst gesetzten Rekorde zu brechen.